Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von balm&creak. Ich fürchte ich werde mein in der letzten Woche gemachtes Versprechen diese Woche vier Alben vorzustellen aus akutem Zeitmangel nicht ganz einhalten können. Außerdem werde ich probieren diese Woche noch ein Interview mit John Darnielle von den Mountain Goats zu machen, und, wenn das klappt, dann gibt’s nächste Woche eine Albumvorstellung von ihrem neuen Album The Life of the World To Come inklusive Interview.
Ich fange jetzt aber trotzdem erstmal mit dem Album der Monsters of Folk an. Monsters of Folk sind Connor Oberst von den Bright Eyes, M.Ward, der eigentlich als Solo Künstler arbeitet, aber auch vorher schon an einigen anderen Projekten beteiligt war, Yim Yames von My Morning Jacket und Mike Mogis der Produzent der Bright Eyes. Zusammen kamen sie alle bei einer Tour im Jahre 2004, wo auch auch die Idee für Monsters of Folk entstand. Da sie aber alle weiterhin sehr aktiv in ihren anderweitigen Projekten waren hat es bis September diesen Jahres gedauert das Album herauszubringen. Das erste Lied, das ich spielen möchte heißt Say Please und gibt es auf hier auch als kostenlosen download.
Das Album das letztes Jahr in 16 Tagen in Malibu, Kalifornien und Omaha, Nebraska entstand besteht aus 15 Songs deren einzelene Urheber schwer zu bestimmen sind, da sie alle gemeinschaftlich entstanden sind. Vor den Aufnahmen gab es keine Proben und auch die Lieder waren noch nicht fertig als sie sich dafür zusammenfanden. Sie kamen mit dem was sie hatten ins Studio und halfen sich dann gegenseitig die Lieder fertig zu schreiben oder machten Änderungsvorschläge. Ein Lied, dass ich besonders mag heißt The Right Place, da es genau wie einige der anderen Lieder einen sehr existenzhinterfragenden Ansatz hat, dem man sich gar nicht oft genug stellen kann.

Mike Mogis, der viele der Instrumente einspielte und das Album produzierte sagte in einem Interview, dass es ihnen sehr wichtig gewesen sei, die Lieder nicht einfach als eine Compilation mehrerer Solokünstler zu verstehen, sondern tatsächlich das Album gemeinsam entstehen zu lassen. Erstaunlicherweise scheint das ganze sehr harmonisch abgelaufen zu sein und der Versuch sie als Supergroup zu bezeichnen wird strikt abgelehnt, obwohl sie sich scherzend auf ein “superior” group wohl einlassen. Zum Abschluss spiele ich noch meine zwei weiteren Lieblingslieder, was zum einen Magic Marker, huptsächlich von Yim Yames gesungen und zum anderen Baby Boomer, was so schön von allen zusammen gesungen wird und dessen Aussage: “You’ve got to L.O.V.E. your neighbors” man sich gut immer mal wieder bewusst machen kann, auch wenn sie einen manchmal ganz schön nerven.
Das zweite Album was ich heute vorstellen möchte ist von Joan as A Police Woman und heißt Cover. Ich glaube Jan, der mir das Album empfahl, sagte dabei das Po oder vielleicht auch Sex eigentlich ein viel passenderer Titel gewesen wäre, weil ein solcher Po nämlich umklammert von zwei Händen sehr present ist auf dem Cover. Aber, da Joan Wasser auf diesem Album von ihr geschätzte Lieder anderer Künstler covert, können die von mir geschätzten Zuhörer_innen vielleicht selber noch mit den aufkommenden Doppeldeutungen herumspielen. Als erstes Stück gibt es auf jeden Fall das sehr ruhige Keeper of the Flame, im Original von Nina Simone und im Anschluss eine Coverversion von Britney Spears Overprotected.

Die Künstler_innen von denen Joan gecovert hat sind sehr unterschiedlich, neben grade schon gehörten Nina Simone und Britney Spears gibt es auch noch Fire von Jimmy Hendrix oder Sonic Youth‘s Sacred Trickster, besonders interessant finde ich aber auch die Hip Hop Stücke wie She Watch Channel Zero oder T-Pains Ringleader Man, die es jetzt hier gleich im Anschluss noch mal gibt.

Leave a Comment